Fluthilfe in Malawi

„Wir haben alles verloren: Unser Haus, unsere Ernte, all unseren Besitz. Nun lebe ich hier mit meinen 7 Kindern in dieser Notunterkunft. Mein Mann ist schon vor einigen Jahren gestorben. Das Leben hier ist hart, es mangelt uns an allen alltäglichen Sachen und wir sind vollkommen abhängig von Hilfe von außerhalb. Danke für alles, was ihr uns mitgebracht habt, das ist uns eine große Hilfe! (Ruth*, 53 Jahre alt)

Der Wirbelsturm „Idai“ hat im südlichen Teil Malawis viel Schaden angerichtet und viele tausende Menschen obdachlos gemacht. Straßen und Felder wurden überflutet, Ernten zerstört. Viele Menschen leben nun in sogenannten „Notfallcamps“ – das sind Notfallunterkünfte, wo die Flutopfer in improvisierten Strohhütten leben und oft auf dem nackten Boden schlafen. Die sanitären Einrichtungen sind katastrophal, die Lebensmittel und das Wasser sind knapp und oft besitzen die dort lebenden Menschen nicht mehr als das was sie auf dem Leibe tragen. Ein großer Dank gilt allen Spendern, die es uns ermöglicht haben ein größeres Camp zu besuchen, um die Menschen dort mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln zu versorgen! Mit einem 13- köpfigen Team machten wir uns letzte Woche auf den Weg in die mehrere Stunden entfernte Gegend Nsanje. Begleitet wurde unser Jeep von einem Lastwagen, welcher mit 500 Maismehlsäcken, 500 Eimern voller Lebensmittel wie Salz, Soyafleisch und Öl, Seife und anderen Hygieneartikeln voll beladen war.

Nach Einbruch der Dunkelheit erreichten wir endlich das entlegene Camp in welchem momentan ca. 3000 Leute untergebracht sind (Insgesamt 500 5-7 köpfige Familien). Die Menschenmassen zu sehen war emotional wirklich sehr ergreifend und wir waren einfach nur dankbar für die Chance, den Menschen Hoffnung schenken zu dürfen. Von der Ladefläche des Lastwagens aus begannen wir, unsere mitgebrachten Hilfsgüter an 500 Familien zu verteilen. Das Team arbeitete super zusammen und so war der gut gefüllte Lastwagen nach fast 2 Stunden leer. Die Gesichter der Leute zu sehen, die Verzweiflung in ihren Augen und das Wissen, dass sie alle kein Zuhause mehr haben, hat alle sehr ergriffen, dennoch spürten wir eine unglaubliche Dankbarkeit und auch eine Art Frieden, sobald sie vor den Lastwagen traten und die Spenden entgegennahmen. Diese ganze Aktion war wirklich so ein großer Segen, denn im Nachhinein erfuhren wir, dass in dieses Camp schon über 2 Wochen keine Hilfsgüter gebracht wurden. Die Menschen haben sich von den Dingen ernährt, die sie gefunden haben, wie z.B. Früchte vom Baum. Ein weiteres Wunder war der ganze friedvolle Ablauf, das ist wirklich keine Selbstverstänldichkeit bei solch einer „verzweifelten“ Menschenmasse. Gottes Geist war wirklich spürbar in allem! Ihm sei alle Ehre! Danke für eure Hilfe!! John Disi


Wir als FCM sind überwältigt von der enormen Hilfsbereitschaft unserer Spender; noch stehen uns Mittel für weitere Hilfsaktionen zur Verfügung, die wir in der nächsten Zeit umsetzen werden. Von den Ergebnissen werden wir in den FCM-Newslettern und hier auf unserer Internetseite berichten.

Wenn auch Sie die Nothilfe des FCM in Malawi unterstützen möchten, finden Sie unten unsere Bankverbindung. Helfen Sie uns helfen!

Herzliche Grüße, das Team des FCM

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